Research Projects -
Andreas Rausch
- WEIT - Weiterentwicklung V-Modell '97
Das V-Modell 97 ist mittlerweile für viele Unternehmen und Behörden auch außerhalb des Verteidigungsbereiches eine entscheidende Richtschnur für die Organisation und Durchführung von IT-Vorhaben. Es verbessert zum einen die Produktqualität und die Kooperation zwischen den Firmen bzw. Behörden bei gemeinsamen Entwicklungen und bietet zum anderen auch kleinen und mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit auf staatliche Vorgaben zur Einführung bzw. Verbesserung von Entwicklungs- und Managementprozessen zurückzugreifen. Dies hat zur Folge, dass die Konkurrenzsituation in der Industrie zum Vorteil sowohl für den Hersteller als auch für den Kunden gefördert wird.
Da nach der Fertigstellung des V-Modells im Jahr 1997 keine Fortschreibung mehr erfolgt ist, spiegelt das V-Modell nicht in allen Bereichen den aktuellen Stand der Informationstechnologie wider. Zudem wurden im Umgang mit dem V-Modell 97 umfangreiche Erfahrungen gesammelt, die im Rahmen einer Weiterentwicklung zur Verbesserung des Vorgehensmodells beitragen sollen.
Durch eine überarbeitete, modulare Struktur wird die Anwendbarkeit des V-Modells weiter verbessert. Durch die Trennung unabhängiger Aspekte (separation of concerns) kann Redun-danz vermieden werden, so dass Umfang und Komplexität reduziert werden. Die Anpassbarkeit an projekt- und unternehmensspezifische Randbedingungen (Tailoring) wird ebenso erleichtert, wie die Aktualisierung und Erweiterung für zukünftige Versionen. Durch die verstärkte Berücksichtigung der Anpassbarkeit wird insbesondere den Anforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen Rechnung getragen. Aufbauend auf der überarbeiteten Struktur finden aktuelle Entwicklungen im Bereich der Informationstechnologie durch Aktualisierung und Ergänzung von Inhalten in das V-Modell Eingang. Hierbei werden neueste Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis berücksichtigt.
- FORSOFT ZEN
The project ZEN - "Center for technology, methodology and management of software and system development" - investigates process patterns depending on the application domain and the process phase.
- FORSOFT A1
Die Erstellung von Softwaresystemen aus vorgefertigten Softwarebausteinen, so genannten Komponenten, verspricht wesentliche Vorteile hinsichtlich Kosten, Qualität und Zeit. Bereits vor Projektbeginn hatten Industrie und Forschung unter dem Schlagwort "Componentware" viel versprechende Fortschritte im Bereich Programmiertechniken erzielt. Allerdings gab es im Hinblick auf die ingenieurmäßige, bausteinorientierte Entwicklung von Softwaresystemen noch keine zweckmäßigen Methoden und durchgängigen Vorgehensmodelle. Das Teilprojekt A1 "Methodik der bausteinorientierten
Softwareentwicklung" beschäftigte sich mit der Entwicklung einer Methodik mit Schwerpunkt auf der Entwurfsphase. Diese Methodik zeichnet sich durch eine formale Fundierung der grundlegenden Konzepte mittels mathematischer Modelle aus, ohne jedoch den Bezug zu existierenden, technischen Ansätzen zu verlieren. Das Bindeglied zum Entwickler bilden intuitive, auf bausteinorientierte Systeme zugeschnittene Beschreibungstechniken. Ein entsprechend angepasstes, flexibles Vorgehensmodell unterstützt das Projektmanagement. Die Praxistauglichkeit der erarbeiteten Ergebnisse wurde durch geeignete
Fallbeispiele gezeigt, wobei die wirtschaftliche Relevanz einzelner Teilergebnisse besondere Berücksichtigung fand. Im Verlauf des Projekts
wurden Komponenten für ein unterstützendes Werkzeug konzipiert und prototypisch implementiert.
Andreas Rausch