Bereich: Informatik I,
Vorlesung: 2 Std.
Zeit und Ort der Vorlesung: Donnerstag
08:25-10:00 Uhr, Hörsaal MI 00.04.011
Beginn: Donnerstag, 22. April 2004
Sprechstunde: Freitags, 11.00 -
12.00 Uhr, im Besprechungszimmer 01.11.052 (in der Vorlesungszeit)
Hörerkreis: Studenten der Informatik
im Studiengang Bachelor und im Studiengang Diplom nach dem Vordiplom
Empfehlenswert für: Hauptfach und
Nebenfach Informatik
Zeit und Ort der Zentralübung:
Donnerstag 10:20-11:50 Uhr, Raum MI 00.08.038, vierzehntägig
Beginn: Donnerstag, 06. Mai 2004
Übungsleitung:
Herbert Ehler und
Stefan Wagner
Klausur: Die vollständige Notenliste hängt ab 28.07.2004 im Schaukasten
im Flur zwischen den Gebäudefingern 09 und 11 im 1. OG. Der Termin für die Einsicht in die
Klausur ist am Donnerstag, 21.10.04, 14:00 bis 14:45 Uhr im Raum 01.09.011B. Die Scheine können ab 28.07.2004
abgeholt werden
im Sekretariat von Prof. Broy, Raum 01.11.044.
Klausuraufgaben deutsch
Klausuraufgaben englisch
Klausurlösung deutsch
Klausurnoten
Klausurstatistik
ECTS Punkte: 4
Die
Aufgabenblätter für die Zentralübung werden regelmäßig in der Vorlesung
verteilt. Es ist unverzichtbar, sich mit den Aufgaben auseinanderzusetzen,
um sich den Vorlesungsstoff zu erarbeiten. Für Fragen stehen die
Übungsleiter nach der Zentralübung zur Verfügung. Bei Bedarf werden in der
Vorlesung auch
Arbeits- und Merkblätter ausgeteilt.
Inhalt:
Die Vorlesung vermittelt die grundlegenden
Techniken und Methoden der Projektorganisation und des Projektmanagements
für die Entwicklung großer Softwaresysteme.
1 GRUNDSÄTZLICHES ZUM MANAGEMENT IM SOFTWARE
ENGINEERING
1.1 Management im Software Engineering
und seine Bedeutung
1.2 Zielsetzung des Managements im Software
Engineerings
1.3 Aufgaben der Projektorganisation und des
Managements
1.4 Planungsaufgaben im Entwicklungsprozeß
1.5 Betriebswirtschaftliche Merkmale von
Softwareprojekten
1.6 Unternehmensführung und -planung
1.7 Unterschiede zu anderen
Ingenieurdisziplinen
2 VORGEHEN BEIM SOFTWARE ENGINEERING
2.1 Projektphasen und Systemzergliederung
2.1.1 Phasen der Systementwicklung
2.1.2 Aufwand in den Phasen der
Systementwicklung
2.1.3 Systemzergliederung und
Projektgliederung
2.2 Das Phasenmodell
2.2.1 Problem- und Systemanalyse
2.2.2 Systementwurf
2.2.3 Implementierung
2.2.4 Test und Installation
2.2.5 Modifikation, Anpassung und
Weiterentwicklung
2.2.6 Allgemeine Bemerkungen zur
Organisation der Arbeit in Phasen
2.3 Bewertung der Vorgehensmodelle aus Sicht
des Projektmanagements und der Projektorganisation
2.3.1 Phasenmodelle, Wasserfallmodell
2.3.2 Spiralmodell: Der
Prototypansatz
2.3.3 Inkrementelles Vorgehensmodell
2.3.4 Evolutionäres, experimentelles
und exploratives Prototyping
2.3.5 Allgemeine Bemerkungen zur Wahl
des Vorgehensmodells
3 ORGANISATION
3.1 Grundorganisationsformen für
Unternehmen
3.1.1 Linienorganisation
3.1.2 Stab-Linienorganisation
3.1.3 Matrixorganisation
3.1.4 Multiprojektorganisation
3.2 Organisation von Projektteams
3.2.1 Aufgaben und Rollen im Projekt
3.2.2 Beispiel:
Chefprogrammiererorganisation
4 PROJEKTMANAGEMENT - VORBEREITUNG
4.1 Projektinitierung
4.1.1 Projektidee
4.1.2 Projektbeantragung/akquisition,
und -genehmigung/beauftragung
4.2 Projekt- und Arbeitsplanung
4.2.1 Arbeitsbeschreibung
(Projektbeschreibung)
4.2.2 Tätigkeitsliste
4.2.3 Meilensteinliste
4.2.4 Projektstrukturplan
4.3 Zeit- und Kostenschätzung
4.3.1 Grundsätzliches zur Zeit- und
Kostenschätzung
4.3.2 Produktivität in der
Softwarentwicklung
4.3.3 Das modifizierte Aron-Modell
und das Cocomo-Modell
4.3.4 Vergleich mit Einzelangaben aus
der Literatur
4.3.5 Function Points
4.3.6 Aktivitätsorientierte
Aufwandsschätzung
4.4 Kritische Einflußfaktoren auf die
Projektkosten
4.5 Rechtliche Aspekte - Vertragsgestaltung
5 PROJEKTMANAGEMENT - FEINPLANUNG UND
DURCHFÜHRUNG
5.1 Techniken der Arbeitsplanung
5.1.1 Betriebsmitteleinsatzpläne und
Terminpläne
5.1.2 Netzplantechnik
5.2 Fortschrittskontrolle
5.2.1 Allgemeine Prinzipien der
Fortschrittskontrolle
5.2.2 Monatliche Fortschrittsberichte
5.2.3 Regelmäßige (wöchentliche)
Projektbesprechungen
5.3 Kostenerfassung
5.4 Änderungskontrolle
5.5 Fehlermanagement
5.5.1 Erfassung der Fehlermeldungen
5.5.2 Filterung und Klassifizierung
der Fehlermeldungen
5.5.3 Fehlerlokalisierung und
-diagnose
5.5.4 Fehlerkorrekturen
5.5.5 Fehlerbehebungskontrolle
5.6 Konfigurationskontrolle
5.7 Qualitätssicherung
5.8 Mittel der Kommunikation
5.8.1 Organisationsformen der
Kommunikation
5.8.2 Reviews
5.8.3 Kommunikationsinfrastruktur
6 PROJEKTMANAGEMENT IN DEN EINZELNEN
ENTWICKLUNGSPHASEN
6.1 Systemanalyse - Requirements
Engineering
6.1.1 Qualitätsmerkmale
6.1.2 Konstruktive Qualitätssicherung
6.1.3 Systemanforderungen
Einzelaufgaben
6.1.4 Analytische Qualitätssicherung:
Validierung
6.2 Systementwurf
6.2.1 Qulitätsmerkmale einer
Softwarearchitektur
6.2.2 Konstruktive Qualitätssicherung
6.2.3 Analytische Qualitätssicherung
6.3 Implementierung
6.3.1 Qualitätsmerkmale
6.3.2 Konstruktive
Qualitätssicherung: Zur Codierdisziplin
6.3.3 Analytische Qualitätssicherung:
Verifikation, Inspektion, Review, Test und Leistungsnachweis
6.3.4 Codeinspektion und Code-Reviews
6.3.5 Testen
6.4 Auslieferung, Systeminstellation,
Wartung
6.4.1 Phasen bis zur Auslieferung
6.4.2 Aufwandsbetrachtungen
6.4.3 Wartung
6.5 Fehlerbehandlung und Qualitätssicherung
7 BEWERTUNG VON SOFTWARE UND
ENTWICKLUNGSPROZESS
7.1 Metriken
7.1.1 Zu messende Merkmale von
Software
7.1.2 Prinzipielles zu Metriken
7.2 Werkzeuge im Softwareentwurf
7.3 Implementierungsplattform
7.4 Softwarereifegradmodelle
7.4.1 Der ISO-9000-Ansatz
7.4.2 Capability Maturity Model (CMM)
7.4.3 SPICE und Bootstrap
7.4.4 Total Quality Management (TQM)
7.5 Best Practice
8 PROJEKTÜBERGREIFENDE MANAGEMENTAUFGABEN
8.1 Managementbewertung unterschiedlicher
Programmieransätze
8.2 Unternehmensweite Softwarestrategien
8.3 Softwarealtlasten und Legacy Software
8.3.1 Klassifizierung von Legacy
Software
8.3.2 Entscheidungsfindung
8.4 Reengineering - Reverse Engineering
8.5 Betrieb von Softwaresystemen
8.6 Aus- und Weiterbildung
9 PRINZIPIEN UND ERFOLGSFAKTOREN IN DER
PROJEKTORGANISATION
9.1 Kundenorientierung
9.2 Prozessorientierung
9.3 Dokumentation
9.4 Modularisierung und Wiederverwendbarkeit
9.5 Strategische Erfolgsfaktoren